„Ist Schweden nicht wahnsinnig teuer?“ Diese Sorge hält viele vom Losfahren ab. Die ehrliche Antwort: Schweden ist nicht billig, aber mit dem eigenen Auto und der Fähre auch nicht so teuer, wie sein Ruf. Ich rechne dir hier auf, was ein typischer Urlaub wirklich kostet – mit realistischen Zahlen, nicht schöngerechnet.

1. Die Anreise: Fähre und Sprit

Der größte Einzelposten ist meist die Fähre Travemünde–Trelleborg. Für Pkw plus zwei Personen und Kabine liegst du je nach Saison und Buchungszeitpunkt grob zwischen 150 und 350 Euro pro Strecke. Frühbucher in der Nebensaison zahlen deutlich weniger als Last-Minute-Bucher im Hochsommer. Mit einem aktuellen Rabattcode sparst du oft nochmal 15–25 Prozent.

Der große Vorteil der Fähre: Du sparst dir rund 700 Kilometer Umweg über die Öresundbrücke inklusive Brückenmaut (ca. 60 Euro pro Fahrt) und jede Menge Sprit und Zeit. Für die Fahrt in Deutschland zum Hafen rechne deinen normalen Spritverbrauch.

2. Sprit in Schweden

Benzin und Diesel kosten in Schweden ungefähr auf deutschem Niveau, mal etwas darüber, mal darunter – je nach Wechselkurs. Für eine typische Rundreise von 1.500 bis 2.000 Kilometern solltest du je nach Fahrzeug 150 bis 250 Euro einplanen. Tanken geht meist per Karte, oft an Automaten.

3. Übernachtung: die große Stellschraube

Hier entscheidet sich, ob dein Urlaub günstig oder teuer wird:

Camping: Stellplatz mit Wohnmobil oder Zelt ab etwa 25–40 Euro pro Nacht. Dank Allemansrätten (Jedermannsrecht) ist wildes Zelten für ein bis zwei Nächte sogar kostenlos erlaubt.

Ferienhaus (Stuga): Für Familien oft die beste Wahl – ab 400–700 Euro pro Woche, geteilt durch mehrere Personen sehr günstig pro Kopf.

Hotel: Mittelklasse 90–150 Euro pro Nacht, in Stockholm mehr. Für Rundreisen flexibler, aber der teuerste Weg.

4. Essen und Trinken

Selbst kochen macht den größten Unterschied. Ein Wocheneinkauf im Supermarkt (ICA, Coop, Willys) kostet etwas mehr als in Deutschland, aber nicht dramatisch. Restaurants sind der Kostentreiber: Ein Hauptgericht liegt oft bei 15–25 Euro, ein Bier bei 6–8 Euro. Mein Spartipp: Mittags das „Dagens lunch“ nutzen – das Tagesmenü ist mit 10–13 Euro inklusive Getränk und Kaffee ein echtes Schnäppchen. Alkohol gibt es nur im staatlichen Systembolaget und ist teuer – wer mag, deckt sich vorher ein.

5. Aktivitäten

Das Schöne an Schweden: Die Natur ist kostenlos. Wandern, Baden, Kanufahren an eigenen Seen, Nationalparks – all das kostet nichts oder wenig. Museen und Attraktionen in den Städten schlagen mit 10–20 Euro zu Buche. Wer viel draußen ist, gibt hier kaum etwas aus.

Beispielrechnung: Familie, 10 Tage, Ferienhaus

Zwei Erwachsene, zwei Kinder, eigenes Auto:

Fähre hin und zurück (mit Rabattcode): ca. 450 €. Ferienhaus 10 Nächte: ca. 700 €. Sprit in Schweden: ca. 200 €. Lebensmittel + gelegentlich essen gehen: ca. 500 €. Aktivitäten: ca. 150 €. Summe: rund 2.000 € für die ganze Familie – also etwa 50 Euro pro Person und Tag inklusive Anreise. Das ist für einen Schwedenurlaub sehr realistisch und günstiger, als viele denken.

Meine besten Spartipps auf einen Blick

Fähre früh und mit Rabattcode buchen. Nebensaison (Mai, Juni, September) wählen – günstiger und oft schöner. Ferienhaus statt Hotel. Selbst kochen, mittags Dagens lunch. Alkohol vor der Reise mitnehmen. Auf kostenlose Natur setzen. So wird Schweden zum bezahlbaren Traumziel.

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Häufige Fragen

Eine Familie zu viert kann 10 Tage mit Ferienhaus, Fähre, Sprit und Verpflegung für rund 2.000 Euro rechnen – etwa 50 Euro pro Person und Tag inklusive Anreise.

Für Pkw mit zwei Personen und Kabine grob zwischen 150 und 350 Euro pro Strecke, je nach Saison und Buchungszeitpunkt. Frühbucher und Rabattcodes senken den Preis deutlich.

Die größten Hebel sind Übernachtung und Essen: Camping oder Ferienhaus statt Hotel, selbst kochen, mittags das günstige Dagens lunch nutzen und Alkohol vorab mitnehmen.