Einer der Gründe warum ich Schweden so liebe: Man darf zelten wo man will. Fast. Das Allemansrätten – das Jedermannsrecht – ist ein in der schwedischen Verfassung verankertes Recht, das jedem erlaubt, die Natur zu genießen und vorübergehend zu lagern – auch auf Privatgrund.

Was Allemansrätten erlaubt

Du darfst dein Zelt für 1–2 Nächte (an manchen Orten länger) aufstellen, solange du nicht sichtbar vom Haus des Grundeigentümers bist (Faustformel: mindestens 150 Meter Abstand). Feuer machen ist erlaubt, wenn keine Brandgefahr besteht. Beeren und Pilze sammeln: immer erlaubt.

Was nicht erlaubt ist

Müll hinterlassen: verboten und gesellschaftlich absolut geächtet. Schäden verursachen: verboten. Motorfahrzeuge in die Natur: verboten ohne Erlaubnis.

Die besten Campinggebiete ab Trelleborg

Strandskogen bei Ystad (ca. 50 km von Trelleborg): Wunderschöner offizieller Campingplatz direkt am Meer. Dusche, WC, Spielplatz, 5 Minuten zum Strand.

Hanöbukten Küste (60–80 km): Wilder, weniger touristisch. Für Wildcamping (Allemansrätten) ideal.

Naturreservat Haväng (85 km): Beeindruckende Küstenlandschaft, offizieller Camping erlaubt.

Praktische Tipps für Schweden-Camping

Mücken im Juli und August – besonders in Waldnähe. Mückenspray nicht vergessen. Das schwedische "Djungelns lag" (DEET-haltig) ist effektiver als die meisten deutschen Varianten.

Das Gefühl, abends am Strand eines kleinen Sees zu sitzen, den Sonnenuntergang zu sehen und zu wissen dass man in der eigenen Natur campiert – das kriegt man in Deutschland so nicht.

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Häufige Fragen

Fast überall dank Allemansrätten – aber nicht direkt neben Gebäuden (150m Abstand).

Bei niedriger Brandgefahr ja – aber immer lokale Warnungen prüfen.

Typisch 200–400 SEK pro Nacht (ca. 17–35 Euro), mit Strom etwas mehr.